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Die Geschichte von Lolland - Reiseführer Historie Geschichte

Lolland Geschichte
Die Geschichte von Lolland
Quelle Bild: © fotolia.de

Die ersten Siedlungen auf Lolland lassen sich bis zur mittleren Steinzeit zurückverfolgen. Da Lolland ebenso wie die umliegenden Inseln zu dieser Zeit noch zum Festland gehörte, findet man insbesondere im Küstenbereich prähistorische Siedlungsstätten mit Feuersteinwerkzeug. Die sogenannte Trichterbecherkultur begründete den Ackerbau auf der Insel. Die in der Jungsteinzeit entstandene Trichterbecherkultur war die erste landwirtschaftlich tätige Kultur, die auch handwerkliches Geschick besaß und neben den Bechern Werkzeuge und Keramik herstellte. Die Trichterbecherkultur siedelte sich in der Nordeuropäischen Tiefebene von den Niederlanden bis nach Polen, Dänemark und Südschweden an. Auf Lolland befindet sich am König Svens Hügel das größte Ganggrab Dänemarks. Ein solches Megalithgrab, das als spezielle Form eines Dolmengrabs eingestuft wird, besitzt neben der eigentlichen Grabkammer noch einen getrennten Zugang. Neben den Dänen versuchten auch die Slawen auf Lolland Fuß zu fassen, wovon noch einige Ortsnamen Zeugnis ablegen. Im Laufe der Jahrhunderte gelangte Lolland in den Besitz verschiedener dänischer Prinzen, bis die Insel im 14. Jahrhundert an den holsteinischen Grafen Johann III. gelangte. Lebendiges Mittelalter trifft man in der Stadt Maribo an, die einst aus einem im 15. Jahrhundert gegründeten Kloster des Birgittinenordens entstanden ist. Im Frilandsmuseet in Maribo entsteht mit alten Gehöften, Werkstätten und einer Schule ein sehr anschauliches Bild der ländlichen Inselbevölkerung um 1800.

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